Einsatztaucher gingen unter das Eis

In den letzten Tagen wurde in den Medien auf die Gefahr von zu dünnem Eis hingewiesen. Trotzdem nehmen viele die Gefahr nicht erst und begeben sich damit in Lebensgefahr. Schon nach wenigen Minuten im eiskalten Wasser besteht für die eingebrochene Person akute Lebensgefahr durch Unterkühlung. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Helfer der DLRG für den Ernstfall vorbereitet sind.

 Es ist Sonntagmorgen, 8:45 Uhr in Bad Berleburg. Das Thermometer zeigt -16 °C. Unbeeindruckt dessen setzt sich Peter Mosch (Einsatztaucher der DLRG Bad Berleburg) mit Matthias Spornhauer (Rettungsschwimmer bei der DLRG Bad Berleburg) in das Auto und fährt an die Obernautalsperre (bei Netphen).  Sie haben sich zusammen mit weiteren DLRG Kameraden des Bezirkes Siegerland-Wittgenstein zu einem Eistauchgang verabredet.

Dort angekommen, schlägt Matthias zusammen mit einem weiteren Kameraden zunächst mit einer Axt ein Loch ins Eis. Nach dem Anziehen seines Tauchanzuges bekommt Peter eine Leine angelegt. Sie dient seiner eigenen Sicherheit und der Kommunikation über Leinenzugzeichen mit einem Signalmann. Dieser befindet sich auf dem Eis.

Peter begibt in das eiskalte Wasser (ca. 1 Grad). Sollte dennoch etwas schief gehen, steht ein Sicherungstaucher für eine evtl. Rettung zur Verfügung.

Nach 20 Minuten beendete Peter seinen Tauchgang ohne Zwischenfälle und berichtete von den Eindrücken unterm Eis. Auch zahlreiche Zuschauer berichteten, dass das brechen der Eisdecke durch das ganze Tal zu hören sei.

Mit dabei war auch das Team von Radio Siegen. Ein ausführlicher Bericht ist morgen (Montag, 13. Februar) zwischen 6 und 9 Uhr im Radioprogramm zu hören.